Psychotherapie Für Jugendliche und junge erwachsene

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Analytische Psychotherapie für Jugendliche

Die analytische Jugendpsychotherapie hilft Jugendlichen, tieferliegende psychische Probleme zu verstehen und zu bearbeiten.

# Analytische Psychotherapie für Jugendliche und junge Erwachsene in München-Maxvorstadt

Die Jugendzeit ist eine Lebensphase voller Veränderungen und Herausforderungen. Der Übergang von der Kindheit zum Erwachsenwerden bringt nicht nur körperliche Entwicklungen mit sich, sondern auch viele innere Konflikte. Freundschaften werden wichtiger, die Ablösung von den Eltern beginnt, in der Schule oder Ausbildung steigen die Anforderungen, und zugleich entsteht oft der Wunsch nach mehr Selbstständigkeit. Nicht selten fühlen sich Jugendliche in dieser Phase hin- und hergerissen zwischen unterschiedlichen Erwartungen und eigenen Bedürfnissen.

Wenn Konflikte, Unsicherheiten oder belastende Gefühle anhalten, kann eine psychotherapeutische Unterstützung hilfreich sein. Eine besondere Form der Behandlung ist die **analytische Psychotherapie für Jugendliche**. Dieses Verfahren hat das Ziel, die tieferen Ursachen für Probleme zu verstehen und dadurch langfristige Veränderungen zu ermöglichen. Auch anerkannte Fachinstitute wie die DGPT bieten Informationen zu passenden Einrichtungen oder Therapieverfahren.

## Was bedeutet analytische Psychotherapie?

Die analytische Psychotherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren der Psychotherapie. Sie geht davon aus, dass viele Schwierigkeiten im Denken, Fühlen oder Handeln nicht allein durch aktuelle Ereignisse erklärt werden können. Häufig spielen unbewusste Konflikte und Erfahrungen aus der Kindheit eine Rolle, die sich in der Jugendzeit erneut bemerkbar machen.

Im Zentrum steht die Idee, dass diese unbewussten Muster in der therapeutischen Beziehung sichtbar werden. Durch das gemeinsame Bearbeiten können Jugendliche besser verstehen, warum sie in bestimmten Situationen so reagieren, wie sie es tun. Dieses Verständnis eröffnet neue Handlungsmöglichkeiten und stärkt die Persönlichkeit nachhaltig.

Eine fundierte Einführung in die analytische Psychotherapie bietet auch die Deutsche Akademie für Psychoanalyse (DAP) München, die sich auf Lehre, Forschung und Anwendung dieser Methode spezialisiert hat.

## Warum ist die analytische Psychotherapie für Jugendliche hilfreich?

Die Jugendzeit ist geprägt von Identitätssuche und der Entwicklung einer eigenen Lebensgestaltung. Dabei können sich ungelöste innere Konflikte besonders deutlich zeigen. Manche Jugendliche erleben wiederkehrende Spannungen in der Familie, andere leiden unter Unsicherheiten im Freundeskreis oder in Partnerschaften. Auch Gefühle von innerer Leere, Anspannung oder starker Selbstkritik können auftreten.

Die analytische Psychotherapie bietet einen geschützten Raum, um diese Erfahrungen zu verstehen. Sie unterstützt Jugendliche dabei:

* ihre Gefühle besser wahrzunehmen,
* Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu erkennen,
* wiederkehrende Muster zu verstehen,
* und langfristig neue Wege im Umgang mit sich selbst und anderen zu entwickeln.

So entsteht Schritt für Schritt mehr innere Stabilität, die für die weitere Entwicklung entscheidend ist.

## Ablauf der analytischen Psychotherapie für Jugendliche

Eine analytische Psychotherapie beginnt mit **probatorischen Sitzungen**. In diesen ersten Terminen wird geklärt, ob das Verfahren für den Jugendlichen geeignet ist und ob eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist.

Im Anschluss finden regelmäßige Sitzungen statt – meist mehrere Male pro Woche. Wichtig ist die geschützte therapeutische Beziehung: Hier dürfen auch widersprüchliche, unangenehme oder schwer auszudrückende Gefühle offen ausgesprochen werden.

Inhaltlich geht es nicht nur um aktuelle Konflikte, sondern auch um Erinnerungen, Träume, Fantasien oder Erfahrungen mit wichtigen Bezugspersonen. Durch das gemeinsame Nachdenken entsteht ein tieferes Verständnis für das eigene innere Erleben.

## Dauer und Kostenübernahme

Die analytische Psychotherapie ist ein langfristiges Verfahren. Sie kann sich über mehrere Monate bis hin zu einigen Jahren erstrecken. Für Jugendliche ist diese Zeit oft besonders wertvoll, da sie in einer entscheidenden Phase ihrer Persönlichkeitsentwicklung Unterstützung erhalten.

IDie gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine analytische Psychotherapie, wenn sie beantragt und genehmigt wird. Auch private Krankenversicherungen tragen in der Regel die Kosten, abhängig vom jeweiligen Vertrag.

## Welche Themen können in die analytische Psychotherapie eingebracht werden?

Jugendliche kommen aus ganz unterschiedlichen Gründen in die analytische Psychotherapie. Typische Themen können sein:

* **Konflikte in der Familie** – etwa ständige Streitigkeiten mit Eltern oder Geschwistern
* **Schwierigkeiten im Freundeskreis** – das Gefühl, nicht dazuzugehören oder immer wieder enttäuscht zu werden
* **Selbstwertprobleme** – ständige Selbstkritik oder das Gefühl, nicht gut genug zu sein
* **Belastende Erfahrungen** – etwa Verluste, Trennungen oder traumatische Erlebnisse
* **Innere Spannungen** – starke Gefühle, die schwer zu kontrollieren sind
* **Wiederkehrende Muster** – Situationen, die sich trotz guter Vorsätze immer wiederholen

Wichtig: Es muss nicht immer ein klar benennbares Problem vorliegen. Oft fühlen sich Jugendliche einfach unwohl, ohne genau zu wissen warum. Auch dann kann eine analytische Psychotherapie hilfreich sein.

## FAQ: Häufige Fragen zur analytischen Psychotherapie für Jugendliche

**Wie lange dauert eine Sitzung?**
Eine Therapiesitzung dauert in der Regel 50 Minuten.

**Müssen Eltern bei der Therapie dabei sein?**
Bei Jugendlichen finden die Sitzungen meist ohne Eltern statt, um einen geschützten Raum zu schaffen. Je nach Alter und Situation können begleitende Elterngespräche sinnvoll sein.

**Wie finde ich den passenden Therapeuten in München?**
Wichtig ist, dass ein vertrauensvoller Kontakt entsteht. Die probatorischen Sitzungen dienen dazu, dies zu prüfen und offene Fragen zu klären.

## Fazit

Die analytische Psychotherapie für Jugendliche  bietet eine intensive Möglichkeit, sich mit unbewussten Konflikten auseinanderzusetzen und die eigene Persönlichkeit zu stärken. Sie hilft nicht nur bei akuten Schwierigkeiten, sondern unterstützt langfristig die Entwicklung von Selbstständigkeit und innerer Stabilität.

Gerade in einer Lebensphase voller Veränderungen kann diese Therapie Jugendlichen helfen, sich besser zu verstehen, mit Herausforderungen umzugehen und neue Perspektiven zu entwickeln.

Jetzt einen Termin bei Sabine Frömel, München, vereinbaren

Tiefenpsychologische Psychotherapie für Jugendliche

Das tiefenpsychologische fundierte Verfahren lehnt sich an das analytische Psychotherapiekonzept an.

Die **tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie** ist ein psychodynamisches Verfahren, das speziell darauf ausgerichtet ist, Jugendlichen dabei zu helfen, **die Ursachen innerer Konflikte, wiederkehrender Schwierigkeiten und belastender Gefühle zu erkennen**. Während die analytische Psychotherapie oft auf eine sehr langfristige Erforschung unbewusster Prozesse abzielt, liegt der Fokus der tiefenpsychologischen Therapie stärker auf dem **Hier und Jetzt** und auf den **aktuellen Herausforderungen, die Jugendliche in ihrem Alltag erleben**.

Im Jugendalter entstehen viele Spannungen, die nicht immer direkt erklärbar sind: wiederkehrende Konflikte mit Eltern, Unsicherheiten im Freundeskreis oder das Gefühl, sich selbst nicht richtig zu verstehen. Diese Muster resultieren häufig aus **früheren Beziehungserfahrungen oder inneren Konflikten**, die unbewusst das Verhalten und die Emotionen steuern. Die tiefenpsychologisch fundierte Therapie hilft Jugendlichen, diese Zusammenhänge zu erkennen, ein **bewussteres Selbstverständnis** zu entwickeln und neue Wege im Umgang mit schwierigen Situationen zu finden.

Ein zentraler Unterschied zur analytischen Psychotherapie liegt darin, dass die tiefenpsychologische Arbeit **konkreter und praxisnaher** ist. Während analytische Therapie oft langfristig und intensiv die unbewussten Prozesse erforscht, konzentriert sich die tiefenpsychologische Methode darauf, **wie Jugendliche heute auf Konflikte reagieren, welche Muster sich wiederholen und welche Lösungsstrategien entwickelt werden können**. So wird die Therapie direkt auf den Alltag übertragen und bietet **praktische Werkzeuge**, um belastende Situationen zu bewältigen.

Die tiefenpsychologisch fundierte Therapie betrachtet Gefühle, Gedanken und Verhalten immer im **Zusammenhang mit Beziehungen**. Jugendliche lernen, ihre eigenen Reaktionen in Konfliktsituationen zu reflektieren, beispielsweise wenn sie sich wiederholt mit Eltern über Schulleistungen streiten oder immer wieder in Auseinandersetzungen mit Freunden geraten. Durch die Bearbeitung solcher Muster werden nicht nur die Konflikte selbst, sondern auch **die zugrundeliegenden emotionalen Dynamiken** sichtbar. Jugendliche verstehen, warum bestimmte Situationen sie besonders stark belasten, und können dadurch **bewusster auf ihre Gefühle reagieren**.

Darüber hinaus unterstützt die tiefenpsychologische Therapie die **Selbstwahrnehmung und emotionale Regulation**. Jugendliche lernen, ihre Gefühle einzuordnen, Stressreaktionen zu erkennen und auf adaptive Weise mit inneren Spannungen umzugehen. Dies kann beispielsweise bedeuten, dass sie erkennen, dass Wut oder Rückzug häufig **als Reaktion auf Unsicherheit oder Überforderung** auftreten, und lernen, alternative Wege zu finden, um diese Emotionen zu verarbeiten. Solche Erkenntnisse sind besonders wertvoll, weil sie **nachhaltige Veränderungen im Verhalten** fördern und die persönliche Entwicklung stabilisieren.

Ein weiteres Merkmal der tiefenpsychologischen Arbeit ist die **Fokussierung auf die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart**, ohne dass die Therapie ausschließlich retrospektiv ist. Jugendliche können Muster aus früheren Erfahrungen erkennen, aber die Arbeit bleibt immer an **aktuellen Problemen orientiert**: Warum fühle ich mich in dieser Situation besonders unsicher? Warum wiederhole ich bestimmte Konflikte mit Freundinnen und Freunden? Durch diese Verknüpfung wird es möglich, **bewusst neue Handlungsoptionen zu entwickeln**.

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie fördert auch die **Beziehungsfähigkeit** der Jugendlichen. Viele Konflikte entstehen durch Missverständnisse, unausgesprochene Erwartungen oder unverarbeitete emotionale Erfahrungen. Die Therapie bietet einen geschützten Raum, in dem Jugendliche lernen, ihre Gefühle zu artikulieren, die Perspektive anderer zu verstehen und **neue Wege der Kommunikation und Konfliktlösung** zu erproben. Dieser Aspekt ist besonders wichtig, weil die Fähigkeit, konstruktiv mit anderen zu interagieren, entscheidend für das soziale Wohlbefinden und die persönliche Entwicklung ist.

Zudem hat die tiefenpsychologische Therapie einen **präventiven Charakter**: Indem Jugendliche ein tieferes Verständnis für ihre eigenen Muster entwickeln, können sie zukünftige Belastungen besser bewältigen. Sie lernen, wie sich alte Konflikte auf neue Situationen übertragen, und können **frühzeitig gegensteuern**, bevor sich Probleme verfestigen. Dieser Ansatz stärkt die **Resilienz und Selbstständigkeit** und hilft Jugendlichen, schwierige Lebensabschnitte stabiler zu meistern.

Aus Sicht der **wissenschaftlichen Fundierung** basiert die tiefenpsychologische Therapie auf psychodynamischen Konzepten, die über Jahrzehnte in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie erprobt wurden. Studien zeigen, dass diese Methode besonders wirksam ist bei Jugendlichen, die **wiederkehrende Konflikte, emotionale Spannungen oder Beziehungsprobleme** erleben. Durch die Kombination aus **Selbstreflexion, Analyse von Mustern und praktischen Lösungsansätzen** entsteht ein nachhaltiger Nutzen, der sowohl im sozialen als auch im emotionalen Bereich wirkt.

Für Jugendliche,  die mit belastenden Situationen oder wiederkehrenden Konflikten kämpfen, ist die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie daher eine **zugängliche, praxisnahe und wissenschaftlich fundierte Möglichkeit**, um innere Spannungen zu verstehen und aktiv zu bearbeiten. Anders als in analytischen Verfahren steht die direkte **Bearbeitung aktueller Lebenssituationen** im Vordergrund, was die Methode besonders effizient und alltagsrelevant macht.

Insgesamt unterstützt die tiefenpsychologische Arbeit Jugendliche dabei, **sich selbst besser zu verstehen, Konflikte bewusst zu lösen und emotionale Stabilität zu entwickeln**. Sie legt den Grundstein dafür, dass belastende Erfahrungen und wiederkehrende Muster langfristig verarbeitet werden können, ohne dass die Jugendlichen die Kontrolle über ihr eigenes Leben verlieren. Durch diese Kombination aus **Verständnis, Reflexion und konkreter Handlungskompetenz** bietet die tiefenpsychologische Psychotherapie eine wertvolle Orientierung für die persönliche Entwicklung im Jugendalter.

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