Traumatherapie

Traumatherapie für Jugendliche

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Traumatherapie

Therapeutische Hilfe für Jugendliche in München

Psychotraumatische Störungen sind Folge von akuten schweren psychischen Belastungen.

Der Betroffene leidet dabei unter der (möglicherweise auch verdrängten) Erinnerung an ein ihn psychisches belastendes Ereignis. Dieses kann viele Ursachen haben und von Unfällen über Missbrauchserfahrungen zu Straftaten reichen.
Die Folge dieses Ereignisses ist eine extreme Belastung der Psyche von Betroffenen, die mit unterschiedlichen Emotionen einhergehen. So können Betroffene beispielsweise Schuld, dass sie für das Ereignis verantwortlich seien, oder Wut über die Ungerechtigkeit, dass gerade ihnen dies widerfahren ist, verspüren. Auch Scham über ihr eigenes Handeln oder Unterlassen – beispielsweise, weil sie sich nicht gewehrt haben oder nicht geholfen haben – ist eine oftmals auftretende Empfindung. Diese Emotionen resultiern in einer Erschütterung des Vertrauens in das eigene Ich und das Gefühl der Hilflosigkeit.

Symptome

So vielfältig wie der menschliche Geist kann auch die Reaktion auf eine posttraumatische Belastungsstörung ausfallen. Im Folgenden werden die häufigsten Reaktionen von Betroffenen aufgeführt:

  • Vermeidung von Ereignissen, Handlungen, Gedanken, die im Zusammenhang mit dem das Trauma auslösende Ereignis steht
  • Intrusionen: Wiedererleben der das Trauma auslösende Ereignis in Form von Träumen, Erinnerungen, Bildern und Flashbacks
  • Schlafstörungen
  • Eingeschränkte Affekttoleranz
  • Schreckhaftigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten
  • Hypervigilanz (erhöhte Aufmerksamkeit)

Jugendliche können ebenfalls mit den vorbenannten Symptomen auf akute Belastungsstörungen reagieren. Hinzu kommen aber auch spezielle Verhaltensweisen, die ebenso auf ein Traumata hindeuten können:

  • Verändertes Essverhalten oder Verweigerung von Essen
  • Anlasslose überdurchschnittlich aggressive Reaktionen
  • Verweigerung von Spielen
  • Einnässen / Einkoten
  • Vermeidungsverhalten
  • Häufige Bauch- und Kopfschmerzen ohne körperlichen Befund
  • Durchschlafstörungen
  • Motorische Unruhe
  • Rückzug von Freunden und Familie
  • Besondere Ängstlichkeit
  • Abfall der schulischen Leistungen
  • Reinzsenierungen der immer gleichen Situation bei Spielgeschehen
Behandlung

Neben der unterstützenden medikamentösen Behandlung des oder der Jugendlichen mit dem Ziel, akute Belastungssymptome zu mildern, ist in der Regel eine Traumatherapie indiziert. Eine traumatherapeutische Behandlung von Jugendlichen gliedert sich in der Regel in mehrere Phasen:

1. Stabilisierungsphase
Die Stabilisierungsphase dient, wie der Name schon sagt, der ersten Stabiliserung des jeugendlichen Patienten. Hierzu wird versucht, die eigene, oftmals durch das traumatische Ereignis verlorene, Sicherheit zurück zu gewinnen. Hierzu wird zum einen eine sichere Beziehung zur Therapeutin aufgebaut, zum anderen werden Methoden erlernt, die Kontrolle über die bestehenden Symptome zurückzugewinnen. In dieser Phase wird in der Regel nicht über die das Trauma auslösende Erfahrungen gesprochen, wobei es dem Patienten andererseits freisteht, sich die Eindrücke „von der Seele zu reden“.

2. Traumabearbeitungsphase
In der zweiten Phase steht die Bearbeitung des Traumas im Mittelpunkt der Behandlung. Dies erfolgt durch ein von der Therapeutin gelenktes und kontrolliertes Wiedererleben von Kernelementen des Traumas. Hierdurch gelingt es dem jugendlichen Patienten, die Ereignisse zu verarbeiten und diese in die Persönlichkeit zu integrieren.

3. Integrationsphase
Die Integrationsphase dient dem Abschluss der Traumatherapie. Der Patient lernt in dieser Phase, das Erlebte weiterhin zu verarbeiten und zu integrieren. Ziel ist es, den Betroffenen in die Lage zu versetzen, sich wieder kraftvoll mit den Herausforderungen des täglichen Lebens auseinanderzusetzen.

Kontakt

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