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Akute Krisensituationen

Akute Krisensituationen bei Jugendlichen – Tiefenpsychologisch-Analytische Hilfe & Traumatherapie München

Das Jugendalter ist eine Zeit intensiver Veränderungen, in der Gefühle oft stark schwanken und Herausforderungen schnell überfordern können. Wenn Belastungen, Konflikte oder Verluste zu stark werden, kann es zu akuten seelischen Krisen kommen. Jugendliche erleben dann häufig Angst, Verzweiflung, Wut oder das Gefühl, keinen Ausweg mehr zu sehen.

In meiner Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in München biete ich in solchen Momenten tiefenpsychologisch-analytische Unterstützung, die gezielt auf Stabilisierung, Orientierung und Sicherheit ausgerichtet ist.
Durch meine Zusatzqualifikation in Traumatherapie begleite ich Jugendliche auch dann, wenn die Krise durch traumatische Erlebnisse oder belastende Erfahrungen ausgelöst wurde.


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Was ist eine akute Krise?

Eine akute Krise entsteht, wenn ein Mensch sich einer Situation plötzlich nicht mehr gewachsen fühlt – emotional, psychisch oder körperlich.
Jugendliche erleben solche Momente häufig in Übergangsphasen oder nach einschneidenden Ereignissen.

Typische Auslöser sind:

Konflikte in Familie oder Freundeskreis,

Trennung, Verlust oder Trauer,

Mobbing oder soziale Ausgrenzung,

Leistungsdruck in Schule oder Ausbildung,

traumatische Erfahrungen wie Unfälle, Gewalt oder seelische Erschütterungen.


In diesen Situationen kann das seelische Gleichgewicht schnell kippen. Gefühle von Ohnmacht, Überforderung oder innerer Leere sind oft Anzeichen, dass professionelle Unterstützung hilfreich ist.


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Tiefenpsychologisch-Analytische Begleitung in Krisen

In der tiefenpsychologisch-analytischen Arbeit steht in einer akuten Krise die Stabilisierung im Mittelpunkt – nicht die Analyse vergangener Erfahrungen.
Es geht darum, im Hier und Jetzt Halt, Orientierung und emotionale Sicherheit zu schaffen.

Ziele und Schwerpunkte der Krisenintervention:

Verstehen und Benennen von Gefühlen: Jugendliche lernen, was sie gerade empfinden, und können diese Gefühle einordnen.

Sichere therapeutische Beziehung: Ein geschützter Raum ermöglicht Vertrauen, Entlastung und Perspektive.

Klärung der Situation: Was hat die Krise ausgelöst? Was kann jetzt stabilisieren?

Stärkung innerer Ressourcen: Jugendliche erfahren, welche Fähigkeiten und Stärken ihnen schon zur Verfügung stehen.

Achtsamer Umgang mit Emotionen: Belastende Gefühle werden wahrgenommen, ohne zu überfluten.


Diese Form der Begleitung kann bereits in wenigen Sitzungen spürbare Entlastung bringen und schafft die Grundlage für längerfristige Stabilität.


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Traumatherapeutische Kompetenz – Sicherheit und Stabilisierung

Als tiefenpsychologisch-analytisch arbeitende Therapeutin mit Trauma-Ausbildung achte ich besonders auf Sicherheit, Achtsamkeit und eine schrittweise Vorgehensweise.
Traumatische Erlebnisse können in Krisen reaktiviert werden – umso wichtiger ist es, Stabilität zu fördern, bevor belastende Themen bearbeitet werden.

Wichtige Elemente der traumatherapeutisch orientierten Arbeit sind:

Stabilisierungsübungen (Atmung, Körperwahrnehmung, Imagination),

Ressourcenaktivierung (innere sichere Orte, unterstützende Erinnerungen, positive Selbstanteile),

Behutsame Konfrontation – nur wenn ausreichende Sicherheit vorhanden ist.


Ziel ist, den Jugendlichen wieder ein Gefühl von Kontrolle, Selbstwirksamkeit und Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit zu geben.


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Suizidale Gedanken in Krisen – Sicherheit steht an erster Stelle

In besonders belastenden Krisen kann das Erleben von Hoffnungslosigkeit oder der Wunsch, nicht mehr leben zu wollen, auftreten.
Solche Gedanken sind ernste Signale seelischer Not und werden in der Therapie mit besonderer Sorgfalt behandelt.

In meiner Arbeit ist Sicherheit immer oberste Priorität. Suizidale Gedanken dürfen ausgesprochen werden – offen, ohne Angst oder Bewertung.
Gemeinsam suchen wir stabilisierende Schritte, entwickeln einen individuellen Schutzplan und binden, wenn nötig, das soziale Umfeld oder Krisendienste mit ein.

Für akute Notfälle:
📞 Krisendienst München – 0800 655 3000
📞 Notruf – 112 (bei akuter Lebensgefahr)

Psychotherapeutische Hilfe ersetzt in einer akuten Notlage nicht den Krisendienst oder ärztliche Notfallversorgung, kann aber entscheidend zur Stabilisierung beitragen.


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Wann ist eine Krisenintervention sinnvoll?

Psychotherapeutische Hilfe kann entlastend und stabilisierend wirken, wenn Jugendliche:

sich überfordert oder leer fühlen,

starke Stimmungsschwankungen oder Rückzug zeigen,

Schlaf- oder Konzentrationsprobleme entwickeln,

Angst, Scham oder Schuldgefühle überwiegen,

keinen Zugang zu Hoffnung oder Perspektive finden.


Frühe Unterstützung hilft, seelische Belastungen zu verringern und langfristige Folgen zu vermeiden.


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Ablauf der Krisenintervention

In akuten Situationen ist es wichtig, rasch Unterstützung zu erhalten.

Zunächst steht das Zuhören und Verstehen im Mittelpunkt: Was passiert gerade, und was braucht der Jugendliche jetzt?

Danach werden konkrete Schritte zur Stabilisierung entwickelt – etwa kleine Handlungsziele oder Entlastungsübungen.

Bei Bedarf kann aus der Krisenintervention eine fortführende Therapie entstehen, wenn eine tiefere Begleitung sinnvoll ist.


Jede Krise ist individuell – die Therapie richtet sich immer nach der aktuellen Situation und den persönlichen Bedürfnissen.


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FAQ – Hilfe in Krisensituationen

Wie erkenne ich, dass mein Kind in einer akuten Krise ist?
Wenn Jugendliche sich plötzlich verändern, Rückzug zeigen, emotional instabil sind oder äußern, „nicht mehr können“, kann eine Krise vorliegen.

Wie schnell bekomme ich Hilfe?
In Krisensituationen bemühe ich mich um kurzfristige Termine, um Stabilisierung und Entlastung zu ermöglichen.

Wie läuft eine Krisensitzung ab?
Im Mittelpunkt steht das Verstehen, Entlasten und Entwickeln stabilisierender Strategien – nicht die Aufarbeitung vergangener Themen.

Kann eine Krise wiederkehren?
Ja, Krisen können sich wiederholen. Eine psychotherapeutische Begleitung hilft, Warnzeichen zu erkennen und stabil zu bleiben.

Was ist, wenn suizidale Gedanken auftreten?
Dann steht Sicherheit an erster Stelle. Gemeinsam wird ein Schutzplan entwickelt, und bei akuter Gefahr werden Krisendienste oder Notfallstellen einbezogen.

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Fazit

Krisen sind kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck tiefer seelischer Belastung.
Mit tiefenpsychologisch-analytischer Begleitung und traumatherapeutischer Kompetenz können Jugendliche lernen, sich zu stabilisieren, Gefühle zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Belastungen

Angststörungen

Angststörungen bei Jugendlichen


Angst ist eine normale Reaktion des Körpers auf Herausforderungen. Sie hilft, Gefahren einzuschätzen und sich darauf vorzubereiten. Wird Angst jedoch stark, langanhaltend oder unkontrollierbar, kann sie zur Angststörung werden. Für Jugendliche kann dies sehr belastend sein: Schulprobleme, Rückzug von Freunden, Schlafstörungen oder eine generelle Beeinträchtigung des Alltags sind häufige Folgen.

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Was sind Angststörungen?

Angststörungen umfassen verschiedene Formen übersteigerter Angst, die sich im Alltag bemerkbar machen. Zu den häufigsten zählen:

Generalisierte Angststörung – anhaltende, diffuse Sorgen über verschiedene Lebensbereiche,

Soziale Angststörung – Angst vor Bewertung oder Ablehnung,

Panikstörung – plötzliche, intensive Angstattacken mit körperlichen Symptomen,

Spezifische Phobien – Angst vor bestimmten Situationen oder Objekten.


Für Jugendliche können solche Ängste die Teilnahme am Schul- oder Freizeitleben deutlich einschränken. Viele Betroffene ziehen sich zurück, meiden soziale Situationen oder entwickeln körperliche Beschwerden wie Herzrasen, Atemnot oder Schwindel.


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Tiefenpsychologisch-Analytische Therapie – Grundlagen und Wirkung

Die tiefenpsychologisch-analytische Therapie betrachtet Angst als Ausdruck tieferer persönlicher Muster und Erfahrungen. Sie setzt nicht nur an der Symptomreduktion an, sondern zielt darauf ab, ein Verständnis für die Entstehung der Angst zu entwickeln und neue Bewältigungsstrategien zu erarbeiten.

In der Arbeit mit Jugendlichen bedeutet das:

Analyse von Angstmustern: Wann tritt Angst auf, in welchen Situationen und mit welchen Begleitgefühlen?

Reflexion und Einordnung: Jugendliche lernen, ihre Gefühle zu verstehen und einzuordnen.

Therapeutische Beziehung: In einem sicheren Rahmen können Jugendliche offen über ihre Ängste sprechen.

Direkte Umsetzung im Alltag: Auch in kurzer Zeit können konkrete Veränderungen im Verhalten und Erleben entstehen.


Diese Form der Therapie kann sowohl in längeren Prozessen als auch in kürzeren Interventionen wirksam sein, ohne dass Jahre vergehen müssen. Wichtig ist, dass der Ansatz individuell angepasst wird und der Fokus immer auf dem Hier und Jetzt liegt.


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Verhaltenstherapie vs. Tiefenpsychologisch-Analytische Therapie

Die beiden Therapieformen unterscheiden sich in Herangehensweise und Zielsetzung.

Tiefenpsychologisch-Analytische Therapie

Zielt darauf ab, Angstmuster zu verstehen und nachhaltig zu verändern.

Nutzt Gespräche, Reflexion und Beziehung als Hauptinstrumente.

Arbeitet sowohl mit aktuellen Erlebnissen als auch mit tieferliegenden Erfahrungen.

Hilft, nicht nur Symptome zu reduzieren, sondern auch Selbstbewusstsein und emotionale Stabilität zu stärken.


Verhaltenstherapie

Arbeitet direkt mit konkreten Techniken wie Exposition, kognitiver Umstrukturierung oder Entspannungstechniken.

Setzt klare Ziele für die Symptomreduktion.

Ist praxisorientiert und strukturiert.

Sehr wirksam bei klar definierbaren Ängsten oder Phobien.


Für wen ist welche Therapie geeignet?
Verhaltenstherapie eignet sich oft bei spezifischen oder klar messbaren Angstsymptomen. Die tiefenpsychologisch-analytische Therapie ist besonders geeignet, wenn Ängste komplexer sind oder zusammen mit weiteren emotionalen Themen auftreten. Beide Ansätze können sich ergänzen, und oft lohnt eine individuelle Abwägung.


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Vorteile der tiefenpsychologisch-analytischen Therapie bei Angststörungen

Nachhaltige Veränderung: Angst wird langfristig bewältigt, nicht nur kurzfristig reduziert.

Selbstverständnis: Jugendliche verstehen ihre eigenen Gefühle besser.

Praxisnähe: Neue Strategien können direkt im Alltag erprobt werden.

Flexibilität: Auch kürzere Therapiephasen können spürbare Ergebnisse bringen.



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Praktische Hinweise für Eltern und Jugendliche

Frühzeitige Hilfe ist wichtig: Je früher Angststörungen erkannt und behandelt werden, desto besser die Chancen auf nachhaltige Verbesserung.

Eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Therapeut und Jugendlichem ist entscheidend für den Erfolg.

Der Therapieerfolg hängt von aktiver Mitarbeit ab – sowohl im Gespräch als auch durch Üben im Alltag.



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FAQ – Angststörungen und Therapie

Wie erkenne ich eine Angststörung?
Wenn Angst dauerhaft den Alltag einschränkt, zu Vermeidung führt oder körperliche Symptome wie Herzrasen, Atemnot oder Schwindel auftreten, kann eine Angststörung vorliegen.

Wie wirkt tiefenpsychologisch-analytische Therapie?
Sie hilft, Angstsituationen zu verstehen, Gefühle zu reflektieren und neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln. Veränderungen können oft bereits früh im Verlauf spürbar sein.

Wie unterscheidet sich die Verhaltenstherapie?
Verhaltenstherapie arbeitet direkt mit Techniken zur Angstreduktion. Die tiefenpsychologische Arbeit sucht nach einem tieferen Verständnis und verändert Angst langfristig.

Wie lange dauert eine Therapie?
Das ist individuell unterschiedlich. Auch kurze Therapiephasen können wirksam sein und Veränderungen bringen.

Kann tiefenpsychologisch-analytische Therapie allen Jugendlichen helfen?
Ja, besonders bei komplexen oder wiederkehrenden Angstmustern ist sie sehr hilfreich

Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ

Emotional instabile Persönlichkeitsstörung, Borderline-Typ bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP-A) in München

Die Jugendzeit ist eine Phase intensiver emotionaler Entwicklung – eine Zeit, in der sich Identität, Selbstbild und Beziehungsfähigkeit erst formen.
Wenn Gefühle jedoch als überwältigend, instabil oder unkontrollierbar erlebt werden, kann das auf eine Borderline-Persönlichkeitsstörung hinweisen.

In meiner Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in München begleite ich Jugendliche und junge Erwachsene, die unter starken Stimmungsschwankungen, Selbstverletzungen, innerer Leere oder Schwierigkeiten in Beziehungen leiden.
Mein Ansatz ist die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP-A), ein psychodynamisches Verfahren, das speziell für die Bedürfnisse junger Menschen mit emotionaler Instabilität entwickelt wurde.


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Was bedeutet Borderline im Jugendalter?

Die Borderline-Persönlichkeitsstörung (BPS) beschreibt kein starres Krankheitsbild, sondern ein Muster intensiver Emotionen, Impulsivität und instabiler Selbstwahrnehmung.
Viele Jugendliche mit Borderline-Strukturen erleben ihre Gefühle wie ein Auf und Ab – zwischen Nähe und Rückzug, Sehnsucht und Angst, Wut und Scham.

Sie möchten gesehen und verstanden werden, erleben Beziehungen aber gleichzeitig als bedrohlich oder unzuverlässig.
Häufig ist da ein Gefühl innerer Leere, das mit Selbstverletzungen oder riskantem Verhalten überdeckt wird – nicht, um Aufmerksamkeit zu erzeugen, sondern um emotionalen Schmerz zu regulieren, der sonst unerträglich wäre.

Typische Merkmale können sein:

intensive Stimmungsschwankungen,

impulsives oder selbstschädigendes Verhalten,

instabile Freundschaften oder Partnerschaften,

Angst vor dem Alleinsein,

starkes Schwarz-Weiß-Denken („ganz oder gar nicht“),

chronisches Gefühl von Leere,

unsicheres oder wechselndes Selbstbild.


All das sind Ausdrucksformen tiefer seelischer Konflikte – nicht Schwäche oder „Charakterfehler“.


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Wie entsteht eine Borderline-Störung?

Die Ursachen sind komplex. Tiefenpsychologisch betrachtet handelt es sich bei der Borderline-Dynamik um eine Störung der Selbst- und Beziehungsentwicklung, die häufig in frühen emotionalen Erfahrungen wurzelt.

Viele Betroffene berichten von unbeständigen Bindungen, Überforderung, emotionaler Vernachlässigung oder auch übermäßiger Kontrolle in ihrer Kindheit.
Wenn Kinder lernen, dass Gefühle nicht verstanden oder gespiegelt werden, entwickeln sie oft Strategien, Emotionen abzuspalten oder übermäßig stark zu erleben.

In der Jugendphase, in der Autonomie und Identität im Vordergrund stehen, brechen diese unbewältigten inneren Konflikte häufig erneut auf.
Die Folge ist eine tiefe innere Zerrissenheit: Der Wunsch nach Nähe steht im Widerspruch zur Angst, verletzt zu werden.
Gefühle erscheinen plötzlich überwältigend, und es fehlt die Fähigkeit, sie zu regulieren.

Eine Borderline-Störung ist daher kein plötzliches Ereignis, sondern ein Ergebnis von frühen seelischen Belastungen, inneren Konflikten und einer hohen emotionalen Sensibilität, die nicht ausreichend gehalten werden konnte.


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Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (TfP-A)

Die TfP-A (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie für Adoleszente) bietet Jugendlichen die Möglichkeit, ihre inneren Konflikte zu verstehen und emotionale Stabilität zu entwickeln.
Sie verbindet psychodynamisches Verstehen mit klaren therapeutischen Strukturen – das heißt:
Der junge Mensch erlebt sowohl emotionale Nähe und Verständnis, als auch Rahmen, Halt und Sicherheit.

Im Mittelpunkt steht die therapeutische Beziehung:
Sie bildet den Raum, in dem unbewusste Beziehungserfahrungen wieder auftauchen dürfen – diesmal in einem sicheren, haltgebenden Kontakt.
In diesem Prozess können Jugendliche erkennen, wie frühere Verletzungen ihr heutiges Erleben prägen, und lernen, neue, gesündere Formen emotionaler Beziehung zu entwickeln.

Wichtige Ziele der TfP-A bei Borderline-Störungen sind:

Aufbau eines stabileren Selbstgefühls,

Förderung der Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen und auszuhalten,

Verständnis für wiederkehrende Beziehungskonflikte,

Abbau von Selbstabwertung und Schuldgefühlen,

Entwicklung eines sichereren inneren Bezugssystems.


Die Therapie hilft, Emotionen nicht länger durch Selbstverletzung, Impulsivität oder Rückzug zu regulieren, sondern durch Verstehen, Ausdruck und Selbstmitgefühl.


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Abgrenzung zur Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT)

Die DBT (Dialektisch-Behaviorale Therapie) wurde ursprünglich für die Behandlung von Borderline-Störungen entwickelt und konzentriert sich auf Stabilisierung, Emotionsregulation und Krisenbewältigung.
Sie vermittelt Betroffenen konkrete Fertigkeiten, um sich in akuten Situationen zu beruhigen oder destruktives Verhalten zu vermeiden.

Diese Methoden können kurzfristig sehr hilfreich sein, insbesondere bei akuter Selbstgefährdung oder massiver emotionaler Instabilität.
Sie schaffen Struktur und Sicherheit – wichtige Voraussetzungen für den nächsten therapeutischen Schritt.

Die TfP-A geht jedoch einen Schritt weiter:
Sie fragt warum diese Krisen entstehen, woher die emotionalen Spannungen kommen und welche inneren Konflikte sie auslösen.
Anstatt nur die äußeren Reaktionen zu verändern, richtet sich die TfP-A auf die inneren Zusammenhänge, die zum Wiederkehren der Symptome führen.

Während die DBT also eher symptomorientiert und verhaltensbezogen arbeitet, konzentriert sich die TfP-A auf die psychische Entwicklung und emotionale Integration.
Beide Verfahren widersprechen sich nicht – im Gegenteil: Sie können sich ergänzen.
Die DBT stabilisiert von außen, die TfP-A verändert von innen.


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Wie kann Therapie helfen?

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie bietet Jugendlichen einen Raum, in dem sie erleben, dass Verständnis und Veränderung möglich sind.
Durch kontinuierliche therapeutische Arbeit wird das Selbstgefühl gestärkt, und die Fähigkeit wächst, eigene Emotionen zu regulieren, ohne sich selbst zu verletzen.

Im Verlauf der Therapie lernen Jugendliche,

Gefühle differenziert wahrzunehmen,

eigene Grenzen zu erkennen und zu wahren,

Beziehungen stabiler zu gestalten,

und mit sich selbst mitfühlender umzugehen.


So kann sich schrittweise ein Gefühl von innerer Sicherheit und Authentizität entwickeln – die Grundlage für Stabilität, Selbstvertrauen und Beziehungsfähigkeit.


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FAQ – Häufige Fragen

Wann sollte man bei Borderline-Symptomen Hilfe suchen?
Wenn starke Stimmungsschwankungen, Selbstverletzungen, instabile Beziehungen oder das Gefühl innerer Leere über längere Zeit bestehen, ist eine Therapie dringend zu empfehlen.

Kann sich eine Borderline-Störung im Jugendalter bessern?
Ja. Frühzeitige therapeutische Unterstützung kann den Verlauf deutlich verbessern. Viele Jugendliche lernen, ihre Gefühle besser zu verstehen und zu regulieren, sodass sich die Symptome mit der Zeit deutlich verringern.

Wie unterscheidet sich die TfP-A von der DBT?
Die DBT vermittelt Strategien, um akute Krisen zu bewältigen. Die TfP-A hingegen hilft, die seelischen Ursachen dieser Krisen zu verstehen und dauerhaft zu verändern. Beide Ansätze können sinnvoll kombiniert werden.

Wie lange dauert eine TfP-A?
Die Dauer ist individuell unterschiedlich. Eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie umfasst in der Regel mehrere Monate bis zu zwei Jahren.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Ja. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein anerkanntes Richtlinienverfahren und wird von gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.


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Wenn Sie Fragen haben oder ein Erstgespräch vereinbaren möchten,

können Sie mich gerne telefonisch oder per E-Mail kontaktieren.

Depressionen

Depression bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Tiefenpsychologisch/Analytische Psychotherapie in München

Depressionen gehören zu den häufigsten seelischen Erkrankungen im Jugendalter – und doch werden sie oft übersehen oder missverstanden.
Jugendliche stehen in einer Lebensphase, in der sie sich selbst und ihre Umwelt neu entdecken. Zwischen Selbstzweifel, Leistungsdruck, sozialen Erwartungen und Identitätssuche kann eine Depression entstehen – manchmal leise, manchmal spürbar durch Rückzug, Reizbarkeit oder innere Leere.

In meiner Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in München begleite ich junge Menschen dabei, ihre Gefühle zu verstehen, sich selbst besser kennenzulernen und Wege aus der inneren Erschöpfung zu finden.
Mein Schwerpunkt liegt auf der tiefenpsychologisch-analytischen Psychotherapie, die die seelischen Ursachen einer Depression in den Blick nimmt.


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Was ist eine Depression?

Eine Depression ist mehr als nur „traurig sein“. Sie kann das Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen umfassend verändern.
Betroffene erleben oft ein Gefühl von Sinnlosigkeit, Antriebslosigkeit oder Selbstzweifel. Dinge, die früher Freude bereitet haben, erscheinen plötzlich gleichgültig oder belastend.

Im Jugendalter kann sich eine Depression auch anders äußern als bei Erwachsenen – etwa durch:

anhaltende Reizbarkeit oder Aggressivität,

Rückzug von Freunden oder Familie,

Konzentrationsprobleme, Erschöpfung oder Schlafstörungen,

Schuldgefühle, Selbstabwertung oder Versagensängste,

körperliche Beschwerden ohne medizinische Ursache.


Wenn solche Symptome über Wochen oder Monate bestehen, ist es wichtig, Unterstützung anzunehmen. Eine Depression ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Signal, dass die Seele überfordert ist und Hilfe braucht.


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Was passiert innerlich bei einer Depression?

Die Jugendzeit ist geprägt von intensiven Entwicklungsaufgaben: Ablösung von den Eltern, Aufbau einer eigenen Identität, erste Liebesbeziehungen, Zukunftsfragen.
Wenn dieser Prozess durch innere oder äußere Belastungen erschwert wird, kann eine Depression entstehen.

Hinter einer Depression steckt häufig eine innere Spannung zwischen dem, was man fühlt, und dem, was man glaubt, sein zu müssen. Gefühle wie Wut, Enttäuschung oder Traurigkeit dürfen oft keinen Ausdruck finden und richten sich nach innen.

Die tiefenpsychologisch-analytische Psychotherapie hilft, diese verborgenen seelischen Dynamiken zu verstehen.
Durch das gemeinsame Nachspüren und Verstehen von Gefühlen, Gedanken und Beziehungserfahrungen wird es möglich, innere Muster zu erkennen und neue Wege im Umgang mit sich selbst zu finden.

So kann sich das depressive Erleben allmählich verändern – von innerer Erstarrung hin zu mehr Lebendigkeit, Selbstvertrauen und seelischer Stabilität.


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Ursachen einer Depression

Eine Depression hat nie nur eine einzige Ursache. Sie entsteht meist aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren:

Familiäre Dynamiken und Beziehungserfahrungen,

innere Konflikte zwischen Nähe und Abgrenzung,

Schulischer oder sozialer Druck,

Verlust- oder Trennungserfahrungen,

Nicht gelebte oder unterdrückte Gefühle,

oder eine erhöhte seelische Sensibilität.


Tiefenpsychologisch gesehen entwickelt sich eine Depression häufig dann, wenn Gefühle und Bedürfnisse keinen Raum bekommen oder nicht verstanden werden konnten.
Die Therapie setzt genau dort an – sie schafft Raum für Verständnis, Ausdruck und Selbstentwicklung.


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Tiefenpsychologisch-analytische Psychotherapie

In der tiefenpsychologisch-analytischen Therapie steht das Verständnis der seelischen Ursachen im Mittelpunkt.
Sie geht davon aus, dass aktuelle Symptome auf frühere Beziehungserfahrungen und innere Konflikte zurückgehen können, die unbewusst fortwirken.

Im geschützten Rahmen der therapeutischen Beziehung entsteht Raum, über Gedanken und Gefühle zu sprechen, die bislang keinen Platz hatten.
Jugendliche lernen, ihr Erleben besser zu verstehen und mit ihren Gefühlen in Kontakt zu kommen – ohne Bewertung, sondern mit Verständnis und Achtung.

Ziel ist es, die innere Entwicklung zu fördern, Selbstwert und Beziehungsfähigkeit zu stärken und langfristige seelische Stabilität zu ermöglichen.


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Verhaltenstherapie und tiefenpsychologisch-analytische Psychotherapie – zwei Wege, zwei Perspektiven

Beide Therapieformen sind wissenschaftlich anerkannt und hilfreich, unterscheiden sich aber in ihrer Herangehensweise.

Die Verhaltenstherapie konzentriert sich auf das aktuelle Denken und Verhalten.
Sie hilft, belastende Gedanken zu erkennen und neue Verhaltensmuster einzuüben, um Symptome zu reduzieren.

Die tiefenpsychologisch-analytische Psychotherapie geht einen Schritt weiter:
Sie fragt nach dem Warum hinter den Symptomen – nach den unbewussten Konflikten, die das seelische Gleichgewicht stören.
Dadurch werden tiefgreifende, nachhaltige Veränderungen möglich – nicht nur durch das Erlernen neuer Strategien, sondern durch ein neues inneres Verstehen.


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FAQ – Häufige Fragen

Wann sollte man bei einer Depression Hilfe suchen?
Wenn Traurigkeit, Antriebslosigkeit oder Rückzug über mehrere Wochen anhalten und den Alltag stark beeinträchtigen, ist es ratsam, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Was ist das Ziel der tiefenpsychologisch-analytischen Therapie?
Sie hilft, die unbewussten Ursachen einer Depression zu verstehen und zu bearbeiten – um eine echte, langfristige Veränderung zu ermöglichen.

Wie unterscheidet sich Ihr Ansatz von der Verhaltenstherapie?
Während die Verhaltenstherapie konkrete Verhaltensänderungen fördert, geht es in der tiefenpsychologischen Therapie um das Verstehen innerer Zusammenhänge und emotionaler Muster.

Wie lange dauert eine Therapie?
Die Dauer hängt von der individuellen Situation ab. In der Regel umfasst eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mehrere Monate bis zu zwei Jahren.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Ja. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein anerkanntes Richtlinienverfahren und wird von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernommen.


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Wenn Sie Fragen haben oder einen Termin für ein Erstgespräch vereinbaren möchten,

können Sie mich gerne telefonisch oder per E-Mail kontaktieren.

 

Essstörungen

Essstörungen bei Jugendlichen – Tiefenpsychologisch-Analytische Therapie

Essstörungen sind eine der komplexesten und psychisch herausforderndsten Erkrankungen bei Jugendlichen. Sie betreffen nicht nur das Essverhalten, sondern stehen in engem Zusammenhang mit Selbstwahrnehmung, emotionaler Stabilität und der psychischen Entwicklung. Jugendliche mit Essstörungen benötigen daher eine individuelle, einfühlsame und fachlich fundierte Therapie.

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Essstörungen – Formen und Hintergründe bei Jugendlichen

Essstörungen bei Jugendlichen umfassen verschiedene Formen, die oft miteinander verbunden auftreten:

Anorexia nervosa (Magersucht): Stark eingeschränkte Nahrungsaufnahme, intensive Angst vor Gewichtszunahme, verzerrtes Körperbild.

Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht): Wiederkehrende Essattacken, gefolgt von Gegenmaßnahmen wie Erbrechen, Fasten oder übermäßigem Sport.

Binge-Eating-Störung: Kontrollverlust beim Essen ohne kompensatorisches Verhalten, verbunden mit Schuld- und Schamgefühlen.

Atypische Essstörungen: Varianten, die nicht alle klassischen Kriterien erfüllen, aber erhebliche psychische Belastungen verursachen.


Essstörungen sind oft Ausdruck einer tieferliegenden psychischen Krise. Bei Jugendlichen spielen neben körperlichen Veränderungen auch gesellschaftlicher Druck, Selbstwertprobleme, Stress in Schule und sozialen Beziehungen eine zentrale Rolle.


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Tiefenpsychologisch-Analytische Therapie – Warum sie bei Essstörungen wirkt

Die tiefenpsychologisch-analytische Therapie bei Essstörungen geht über oberflächliche Verhaltensänderungen hinaus. Sie betrachtet Essstörungen als Ausdruck eines tieferliegenden inneren Erlebens und hilft Jugendlichen, diese zu verstehen und nachhaltig zu verändern.

Wesentliche Vorteile dieser Therapieform sind:

Individuelle Ursachenarbeit: Jugendliche lernen, Zusammenhänge zwischen ihrem Essverhalten und ihren Gefühlen, Selbstbildern und Lebenserfahrungen zu erkennen.

Selbstreflexion fördern: Der Prozess stärkt die Fähigkeit, eigene Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen.

Stabilisierung im Alltag: Jugendliche entwickeln Strategien für den Umgang mit schwierigen Situationen und innerem Druck.

Langfristige Wirksamkeit: Die Veränderung geht über kurzfristige Symptomreduktion hinaus und wirkt nachhaltig.


Dabei ist es ein Missverständnis, dass tiefenpsychologische Arbeit Jahre dauert. Gerade bei Jugendlichen kann sie sehr gezielt und im Hier und Jetzt wirksam sein. Auch kurze Therapiephasen können entscheidende Veränderungen bringen, wenn die Arbeit konsequent und individuell gestaltet wird.


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Vergleich zur Verhaltenstherapie bei Essstörungen

Die Verhaltenstherapie ist ein strukturierter Ansatz, der sich vor allem auf konkrete Verhaltensänderungen konzentriert:

Erstellung von Ernährungsplänen

Selbstbeobachtung durch Essprotokolle

Verhaltenstraining zur Kontrolle von Essattacken

Bewältigungsstrategien für Alltagssituationen


Die tiefenpsychologisch-analytische Therapie hingegen:

Arbeitet an der emotionalen und psychischen Tiefe der Essstörung

Fördert ein Verständnis für persönliche Zusammenhänge

Unterstützt Jugendliche darin, ihre Selbstwahrnehmung und Selbststeuerung zu verbessern

Bietet einen Raum, um inneres Erleben zu reflektieren und zu verändern


Für viele Jugendliche kann eine Kombination aus beiden Methoden sinnvoll sein: Verhaltenstherapeutische Techniken geben schnelle Orientierung, während tiefenpsychologische Arbeit eine nachhaltige Stabilität schafft.


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Warum tiefenpsychologische Arbeit für Jugendliche besonders wichtig ist

Jugendliche stehen in einer besonderen Lebensphase: Körperliche Veränderungen, Schule, Freundeskreis und Selbstfindung erzeugen eine hohe innere und äußere Belastung. Essstörungen können Ausdruck einer tieferliegenden Unsicherheit oder eines gestörten Selbstwertgefühls sein.

Die tiefenpsychologisch-analytische Therapie unterstützt Jugendliche, indem sie:

Die Beziehung zu sich selbst stärkt

Emotionale Stabilität fördert

Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl entwickelt

Einen sicheren Rahmen schafft, um belastende Gefühle zu bearbeiten


Das Ziel ist nicht nur die Besserung des Essverhaltens, sondern eine nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität.


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FAQ – Essstörungen bei Jugendlichen

Wie erkenne ich eine Essstörung bei Jugendlichen?
Anzeichen können starke Gewichtsschwankungen, extreme Kontrolle des Essens, Essattacken, Rückzug aus sozialen Situationen und eine übermäßige Beschäftigung mit Gewicht und Körperbild sein.

Wie unterscheidet sich tiefenpsychologisch-analytische Therapie von Verhaltenstherapie?
Die Verhaltenstherapie zielt auf konkrete Verhaltensänderung ab, während die tiefenpsychologisch-analytische Therapie die Ursachen hinter dem Verhalten erkennt und langfristig verändert.

Wie lange dauert eine Therapie?
Die Dauer ist individuell. Erste Erfolge können bereits nach wenigen Monaten sichtbar sein, besonders wenn die Therapie konsequent und zielgerichtet durchgeführt wird.

Kann Therapie bei akuten Krisen helfen?
Ja. Auch in Krisensituationen kann eine tiefenpsychologisch-analytische Begleitung stabilisierend wirken und Orientierung geben.


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Fazit

Essstörungen bei Jugendlichen sind komplexe Erkrankungen, die nicht nur das Essverhalten betreffen, sondern tief in die psychische Entwicklung eingreifen. Die tiefenpsychologisch-analytische Therapie bietet einen wertvollen Ansatz, um nicht nur Symptome zu lindern, sondern nachhaltige Veränderungen zu schaffen.

Sie ermöglicht Jugendlichen, sich selbst besser zu verstehen, neue Bewältigungsstrategien zu entwickeln und ein gesundes Selbstbild zu erlangen – und das oft schon in überschaubarer Zeit.

Selbstverletzendes Verhalten

Selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen – Tiefenpsychologisch-Analytische Therapie und Traumaarbeit


Selbstverletzendes Verhalten (SVV) ist ein ernstes und häufiges Problem bei Jugendlichen. Es kann unterschiedliche Formen annehmen – vom Schneiden über Kratzen bis hin zu anderen Formen körperlicher Selbstschädigung. Oft dient SVV als ein Versuch, intensive emotionale Schmerzen, innere Spannungen oder Gefühle von Ohnmacht zu regulieren.

SVV ist kein „Aufmerksamkeitssignal“, sondern ein Ausdruck tief liegender psychischer Belastungen. Häufig steht es im Zusammenhang mit traumatischen Erfahrungen, starken inneren Konflikten oder Schwierigkeiten in der Regulation von Gefühlen. Deshalb benötigt eine wirksame Behandlung einen Therapieansatz, der nicht nur die Symptome adressiert, sondern auch die Ursachen versteht und bearbeitet.

In meiner Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in München arbeite ich schwerpunktmäßig mit tiefenpsychologisch-analytischer Therapie und Traumaarbeit, um Jugendlichen in akuten Krisen einen stabilisierenden und nachhaltigen Weg aus selbstverletzendem Verhalten zu bieten.


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Selbstverletzendes Verhalten – Hintergründe und Ursachen

Jugendliche mit SVV erleben oft:

Starke innere Spannungen oder emotionale Überlastung

Gefühle von Hilflosigkeit, Wut oder innerer Leere

Schwierigkeiten, eigene Gefühle zu benennen oder zu regulieren

Traumatische Erfahrungen oder belastende Lebensereignisse

Probleme mit Selbstwert und Selbstannahme


Selbstverletzendes Verhalten kann kurzfristig entlastend wirken – es gibt dem Jugendlichen ein Gefühl von Kontrolle, Ausdruck und Regulation. Langfristig jedoch entstehen neue Belastungen: Scham, Schuldgefühle, Verschlechterung des Selbstwerts und körperliche Schäden.


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Tiefenpsychologisch-Analytische Therapie & Traumaarbeit bei selbstverletzendem Verhalten

Die tiefenpsychologisch-analytische Therapie bietet einen besonderen Zugang zu SVV, weil sie nicht nur das Verhalten, sondern die tieferen emotionalen Ebenen betrachtet.

Wichtige Elemente:

Verstehen der inneren Dynamik: Jugendliche lernen, welche inneren Prozesse und Gefühle hinter der Selbstverletzung stehen.

Emotionale Regulation: Methoden, um Gefühle ohne Selbstverletzung auszudrücken und zu verarbeiten.

Traumaarbeit: Viele Jugendliche mit SVV haben traumatische Erfahrungen gemacht. Traumafokussierte therapeutische Arbeit unterstützt, diese Erfahrungen zu integrieren und Belastungen zu reduzieren.

Stabilisierung: Aufbau eines sicheren emotionalen Rahmens, der Orientierung gibt und Krisen abmildert.


Tiefenpsychologische Therapie ermöglicht, die persönliche Geschichte und emotionale Struktur des Jugendlichen zu verstehen. Gleichzeitig ist es möglich, direkt im Hier und Jetzt zu arbeiten, Krisen zu stabilisieren und neue Verhaltensstrategien zu entwickeln.


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Vergleich zur Verhaltenstherapie bei selbstverletzendem Verhalten

Die Verhaltenstherapie legt den Fokus auf konkrete Techniken und Strategien, um selbstverletzendes Verhalten zu reduzieren:

Verhaltenstraining: Erkennen von Auslösern für SVV und Entwicklung von Alternativstrategien

Konkrete Handlungspläne: Übungen zur Emotionsregulation, z. B. Achtsamkeit oder Ablenkungstechniken

Selbstbeobachtung: Führen von Tagebüchern, um Auslöser zu erkennen


Die tiefenpsychologisch-analytische Therapie hingegen:

Geht tiefer, um Ursachen zu verstehen

Bietet einen sicheren Rahmen, um belastende Gefühle zu reflektieren

Fördert Selbstverständnis und Selbstannahme

Unterstützt Jugendliche in der langfristigen Verarbeitung von traumatischen Erlebnissen


Für viele Jugendliche kann eine Kombination aus beiden Ansätzen sinnvoll sein. Verhaltenstherapie kann schnelle Handlungsstrategien bieten, während tiefenpsychologische Arbeit die Ursachen behandelt und einen nachhaltigen Veränderungsprozess ermöglicht.


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Warum tiefenpsychologisch-analytische Therapie und Traumaarbeit besonders geeignet sind

Selbstverletzendes Verhalten ist oft kein isoliertes Symptom, sondern ein Ausdruck tief liegender emotionaler und psychischer Prozesse.
Die tiefenpsychologisch-analytische Arbeit erlaubt, diese Prozesse behutsam zu erforschen und zugleich eine emotionale Stabilisierung zu ermöglichen.
Traumafokussierte Therapie ergänzt diesen Ansatz, indem sie gezielt traumatische Erfahrungen bearbeitet und die emotionale Regulation verbessert.

Das ist besonders wichtig bei Jugendlichen, da diese sich in einer entscheidenden Entwicklungsphase befinden, in der Selbstbild, Beziehungserfahrungen und emotionale Stabilität geprägt werden. Eine fundierte Behandlung kann helfen, langfristige psychische Probleme zu vermeiden und die Lebensqualität deutlich zu steigern.


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FAQ – Selbstverletzendes Verhalten

Wie erkenne ich selbstverletzendes Verhalten bei Jugendlichen?
Anzeichen können Schnittwunden, Kratzspuren, Verbrennungen oder andere Formen körperlicher Selbstschädigung sein. Oft gehen diese mit Rückzug, Stimmungsschwankungen oder Suizidgedanken einher.

Wie kann tiefenpsychologisch-analytische Therapie helfen?
Sie bietet einen geschützten Raum, um die Ursachen des Verhaltens zu erforschen, emotionale Regulation zu entwickeln und neue Bewältigungsstrategien zu lernen.

Wie unterscheidet sich Verhaltenstherapie?
Verhaltenstherapie arbeitet gezielt mit Techniken zur Kontrolle von Verhalten und Emotionen. Die tiefenpsychologische Therapie geht tiefer und betrachtet die emotionale Struktur hinter dem Verhalten.

Wie wichtig ist Traumaarbeit?
Viele Jugendliche mit SVV haben traumatische Erfahrungen. Traumafokussierte Therapie kann helfen, diese zu verarbeiten und langfristige Stabilität zu schaffen.


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Fazit

Selbstverletzendes Verhalten ist ein komplexes und ernstzunehmendes Phänomen, das bei Jugendlichen besondere Aufmerksamkeit erfordert. Die Kombination aus tiefenpsychologisch-analytischer Therapie und Traumaarbeit bietet einen wirkungsvollen Weg, nicht nur Symptome zu reduzieren, sondern nachhaltige emotionale Stabilität zu fördern.

Dieser Ansatz unterstützt Jugendliche, sich selbst zu verstehen, alternative Strategien zur Selbstregulation zu entwickeln und ein gesundes Selbstwertgefühl aufzubauen – oft schon in überschaubarer Zeit.

Trauma

raumatherapie mit Jugendlichen – Stabilisierung, Verarbeitung und nachhaltige Hilfe

Traumatische Erlebnisse können Jugendliche tiefgreifend beeinflussen. Sie wirken sich nicht nur auf das emotionale Wohlbefinden aus, sondern prägen Selbstbild, Beziehungen und die persönliche Entwicklung. Traumatherapie mit Jugendlichen zielt darauf ab, nicht nur Symptome zu lindern, sondern einen sicheren Raum für Stabilisierung, Verarbeitung und langfristige Entwicklung zu schaffen.

In meiner Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie in München arbeite ich mit einem Mehrphasigen Integrativen Traumatherapie-Ansatz, der individuell auf die Bedürfnisse jedes Jugendlichen zugeschnitten ist. Dieser Ansatz umfasst mehrere Phasen, die eine strukturierte und gleichzeitig flexible Bearbeitung traumatischer Erlebnisse ermöglichen. Dabei werden Stabilisierung, Verarbeitung und Integration eng miteinander verbunden. Ich verfüge über eine umfassende Ausbildung in EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) und PIT KID, die meine Arbeit bereichern und vertiefen.


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Was ist Trauma und warum ist es bei Jugendlichen besonders relevant?

Ein Trauma entsteht durch überwältigende Erlebnisse, die das psychische Gleichgewicht destabilisieren. Häufige Ursachen bei Jugendlichen sind:

Gewalterfahrungen oder Missbrauch

schwere Unfälle

Verlust nahestehender Personen

plötzliche Lebensumbrüche

Mobbing oder chronischer Stress


Die Folgen eines Traumas können vielfältig sein:

Angst- oder Panikattacken

Rückzug und soziale Isolation

Schlafstörungen und Albträume

emotionale Instabilität

selbstverletzendes Verhalten

Suizidgedanken


Da Jugendliche sich in einer entscheidenden Entwicklungsphase befinden, können traumatische Erfahrungen besonders prägend sein. Eine professionelle Traumatherapie ist daher nicht nur hilfreich, sondern oft entscheidend für die weitere psychische Gesundheit.


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Mein Ansatz – Mehrphasige Integrative Traumatherapie

Meine Arbeit basiert auf einem Mehrphasigen Integrativen Traumatherapie-Konzept. Das bedeutet, dass verschiedene bewährte Methoden kombiniert werden, um den Jugendlichen in seiner individuellen Situation optimal zu unterstützen. Dies umfasst:

Tiefenpsychologische Arbeit zur Verarbeitung und Integration emotionaler Erfahrungen

Traumafokussierte Stabilisierungstechniken

Ressourcenarbeit zur Stärkung von Selbstwirksamkeit und Resilienz

Körperorientierte Ansätze, um emotionale Spannungen zu lösen


Durch meine Ausbildung in EMDR und PIT KID kann ich diese Methoden gezielt erweitern. So entsteht ein strukturierter, individueller Prozess, der Jugendlichen erlaubt, sich sicher begleitet ihren traumatischen Erlebnissen zu stellen und diese nachhaltig zu verarbeiten.


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Warum tiefenpsychologische Traumatherapie bei Jugendlichen wirkt

Traumatherapie bei Jugendlichen erfordert ein besonderes Verständnis für ihre Entwicklungsphase. Der tiefenpsychologische Ansatz bietet:

Sicheren Rahmen: Jugendliche können Gefühle und Erinnerungen in einem geschützten Setting erkunden.

Stabilisierung: Jugendliche lernen, mit belastenden Emotionen umzugehen.

Integration: Traumatische Erlebnisse werden emotional verarbeitet und in die Lebensgeschichte eingebettet.

Ressourcenstärkung: Jugendliche entwickeln Fähigkeiten, um Krisen selbstbewusst zu bewältigen.



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Unterschied zur Verhaltenstherapie

Im Vergleich zur Verhaltenstherapie, die oft gezielt auf konkrete Problemlösungen und Symptomreduktion ausgerichtet ist, arbeitet die tiefenpsychologische Traumatherapie mit einem tieferen Verständnis emotionaler Erfahrungen. Sie berücksichtigt den Zusammenhang zwischen Erleben, Beziehungserfahrungen und Entwicklung. Mein Mehrphasiger Integrativer Ansatz wird durch meine Ausbildung in EMDR und PIT KID bereichert und speziell auf die Bedürfnisse Jugendlicher angepasst.


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Meine Qualifikation – Traumatherapie in München

Als erfahrene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit spezieller Trauma-Ausbildung, einschließlich EMDR und PIT KID, biete ich eine Mehrphasige Integrative Traumatherapie, die sich gezielt an den Bedürfnissen Jugendlicher orientiert. Mein Ansatz verbindet fundierte Fachkenntnis mit Empathie und praxisnahen Methoden. So können Jugendliche in einem sicheren Rahmen stabilisiert und auf ihrem Weg der Heilung begleitet werden.


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Häufig gestellte Fragen zur Traumatherapie bei Jugendlichen

Wann ist Traumatherapie sinnvoll?
Traumatherapie ist angezeigt, wenn Jugendliche nach belastenden Erlebnissen unter Ängsten, Schlafstörungen, emotionaler Instabilität, selbstverletzendem Verhalten oder Suizidgedanken leiden.

Wie lange dauert Traumatherapie?
Das hängt vom individuellen Bedarf ab. Mein Mehrphasiger Integrativer Ansatz ermöglicht auch eine wirksame Bearbeitung im Hier und Jetzt, ohne unnötige Verlängerungen.

Wie erkenne ich, ob mein Kind ein Trauma hat?
Häufige Anzeichen sind Rückzug, Ängste, emotionale Schwankungen, selbstverletzendes Verhalten, Schlafprobleme oder ein verändertes Verhalten.

Warum tiefenpsychologische Traumatherapie?
Weil sie Jugendlichen nicht nur hilft, Symptome zu lindern, sondern auch einen sicheren Rahmen schafft, um belastende Erfahrungen zu verarbeiten und langfristige Stabilität .

Zwangserkrankungen

Zwangserkrankungen bei Jugendlichen – Tiefenpsychologische Therapie in München

Zwangserkrankungen, auch Zwangsstörungen genannt, gehören zu den psychischen Erkrankungen, die bei Jugendlichen oft starken Leidensdruck verursachen. Betroffene erleben wiederkehrende, belastende Gedanken und zwanghafte Handlungen, die sich nur schwer kontrollieren lassen. Diese Zwänge können Alltag, Schule, soziale Kontakte und das Selbstwertgefühl massiv beeinträchtigen.

Die tiefenpsychologisch-analytische Therapie geht über eine reine Symptombehandlung hinaus und bietet Jugendlichen die Möglichkeit, die Ursachen ihrer Zwänge zu verstehen und langfristig zu verändern.


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Was sind Zwangserkrankungen?

Zwangserkrankungen sind durch zwei zentrale Merkmale gekennzeichnet:

1. Zwangsgedanken – aufdringliche, belastende Gedanken oder Bilder, die Angst und Unruhe auslösen.


2. Zwangshandlungen – ritualisierte Verhaltensweisen oder Handlungen, die ausgeführt werden, um die Angst zu mindern.



Zu den häufigsten Formen gehören:

Reinigungszwänge (z. B. exzessives Händewaschen)

Kontrollzwänge (z. B. ständiges Überprüfen von Türen, Schlössern oder Geräten)

Ordnungs- und Zählzwänge

Gedanken- und Symmetriezwänge


Gerade bei Jugendlichen sind Zwangserkrankungen oft eng mit Leistungsdruck, Unsicherheiten und der Entwicklung einer eigenen Identität verbunden.


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Tiefenpsychologische Therapie – ein nachhaltiger Ansatz bei Zwangserkrankungen

Im Gegensatz zu einer reinen Symptombehandlung betrachtet die tiefenpsychologisch-analytische Therapie die Zwänge im Kontext der gesamten Persönlichkeit eines Jugendlichen. Sie richtet den Blick darauf, welche inneren Dynamiken und persönlichen Erfahrungen den Zwängen zugrunde liegen.

Dieser Ansatz ermöglicht es Jugendlichen, die Bedeutung ihrer Zwänge zu erkennen und neue Strategien zu entwickeln, um damit umzugehen.

Vorteile der tiefenpsychologisch-analytischen Arbeit:

Verstehen statt bloß reagieren: Die Zwänge werden im Zusammenhang mit persönlichen Erlebnissen und Entwicklungen betrachtet.

Stärkung der Selbstwahrnehmung: Jugendliche lernen, ihre Gefühle und Bedürfnisse besser einzuordnen.

Nachhaltigkeit: Ziel ist nicht nur Symptomreduktion, sondern langfristige Veränderung.

Individuelle Anpassung: Die Therapie passt sich dem persönlichen Tempo und den spezifischen Bedürfnissen an.



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Ziele der Therapie bei Zwangserkrankungen

Eine tiefenpsychologisch-analytische Therapie bei Jugendlichen verfolgt mehrere zentrale Ziele:

Reduktion und Verarbeitung von Zwangsgedanken und Zwangshandlungen

Aufdecken und Bearbeiten emotionaler Hintergründe

Förderung von Selbstreflexion und Selbstkontrolle

Stärkung von Resilienz und emotionaler Stabilität

Erarbeitung neuer, gesunder Bewältigungsstrategien



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Vergleich: Tiefenpsychologische Therapie vs. Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie bei Zwangserkrankungen fokussiert sich vor allem auf symptomorientierte Methoden wie Exposition mit Reaktionsmanagement (ERP). Dabei werden Jugendliche gezielt mit angstbesetzten Situationen konfrontiert, um Zwänge zu reduzieren.

Die tiefenpsychologisch-analytische Therapie geht darüber hinaus:

Sie analysiert die persönliche Bedeutung der Zwänge und deren Rolle im Leben des Jugendlichen.

Sie betrachtet, welche emotionalen und persönlichen Ursachen hinter den Zwängen stehen.

Sie schafft Raum für Selbstreflexion, Selbstverständnis und eine nachhaltige Veränderung.


Für Jugendliche, die sich in einer Phase der Identitätsentwicklung befinden, ist dieser Ansatz besonders wertvoll, da er nicht nur Symptome adressiert, sondern auch die Persönlichkeitsentwicklung unterstützt.


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Meine Arbeit bei Zwangserkrankungen in München

In meiner Praxis für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie biete ich eine tiefenpsychologisch-analytische Therapie, die individuell auf jeden Jugendlichen zugeschnitten ist. Mein Ziel ist es, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem Jugendliche ihre Zwänge verstehen, bewältigen und langfristig verändern können.

Ich setze dabei auf:

Einfühlsame Analyse der persönlichen Vorgeschichte und der individuellen Bedeutung der Zwänge

Empathische Begleitung und Vertrauen aufbauen

Ressourcenarbeit zur Stärkung der Selbststeuerung

Integration stabilisierender Techniken, um Jugendliche im Hier und Jetzt zu stärken



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Häufige Fragen zu Zwangserkrankungen und Therapie

Wie erkenne ich eine Zwangserkrankung bei Jugendlichen?
Typische Anzeichen sind wiederkehrende Rituale, Kontrollzwänge, übermäßige Angst vor Fehlern, Zählzwänge oder exzessives Reinigen.

Wie lange dauert eine tiefenpsychologische Therapie bei Zwangserkrankungen?
Das hängt vom individuellen Bedarf ab. Ziel ist eine nachhaltige Veränderung, die Jugendlichen langfristige Selbstsicherheit gibt.

Warum tiefenpsychologische Therapie?
Weil sie nicht nur Symptome behandelt, sondern die Ursachen erkennt und Jugendlichen hilft, sich selbst und ihre Bedürfnisse besser zu verstehen.

Was unterscheidet sie von Verhaltenstherapie?
Während Verhaltenstherapie Symptome direkt adressiert, betrachtet die tiefenpsychologische Therapie Zwänge im Kontext der Persönlichkeit und schafft Raum für tiefergehende Zusammenhänge.

Suizidalität

Was ist Suizidalität bei Jugendlichen?

Suizidalität bezeichnet Gedanken, Pläne oder Handlungen, die auf das eigene Leben abzielen. Bei Jugendlichen ist Suizidalität eine ernsthafte Warnung, die nicht übersehen werden darf. Häufig ist sie ein Ausdruck tiefer innerer Krisen und steht in Verbindung mit psychischen Belastungen wie Depressionen, Angststörungen, traumatischen Erfahrungen, Identitätskonflikten oder starkem Leistungsdruck.

Typische Anzeichen können sein:

Rückzug aus Freundschaften oder Aktivitäten

Häufige Stimmungsschwankungen

Äußerungen von Hoffnungslosigkeit

Selbstverletzendes Verhalten

Offene oder subtile Andeutungen, das Leben beenden zu wollen


Eine frühzeitige und fachgerechte therapeutische Begleitung ist entscheidend, um Suizidalität zu erkennen und wirksam zu behandeln.


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Ursachen von Suizidalität bei Jugendlichen

Suizidale Krisen entstehen oft nicht durch einen einzelnen Faktor, sondern durch eine Kombination verschiedener Belastungen:

Emotionale Faktoren: tiefe Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Angst oder Schuldgefühle

Biologische Faktoren: neurobiologische Veränderungen, hormonelle Umstellungen

Soziale Faktoren: Mobbing, familiäre Konflikte, Isolation

Entwicklungsbedingte Faktoren: Identitätsfindung, Selbstwertentwicklung


Verstehen, woher die Krise kommt, ist ein zentraler Punkt der tiefenpsychologisch-analytischen Therapie.


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Tiefenpsychologisch-Analytische Therapie bei Suizidalität

Die tiefenpsychologisch-analytische Therapie zielt darauf ab, die Ursachen und Zusammenhänge suizidaler Gedanken zu verstehen und an der Wurzel zu bearbeiten. Sie geht über symptomatische Behandlung hinaus und bietet Jugendlichen einen sicheren Raum, um ihre Gefühle und inneren Konflikte zu erforschen.

Zentrale Vorteile:

Verstehen statt nur reagieren: Die Therapie hilft, emotionale Muster und Auslöser zu erkennen.

Bearbeitung emotionaler Hintergründe: Gefühle wie Schuld, Scham oder Verlust werden in den Therapieprozess einbezogen.

Stärkung von Selbstwahrnehmung und Resilienz: Jugendliche lernen, sich selbst besser zu regulieren.

Sicherung langfristiger Stabilität: Ziel ist nicht nur Krisenintervention, sondern nachhaltige psychische Gesundheit.


Eine tiefenpsychologische Herangehensweise ermöglicht es, nicht nur im Hier und Jetzt zu stabilisieren, sondern die Ursachen für suizidales Verhalten zu verstehen, um Rückfälle zu vermeiden.


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Vergleich: Tiefenpsychologische Therapie vs. Verhaltenstherapie bei Suizidalität

Verhaltenstherapie:

Fokussiert auf konkrete Strategien, Notfallpläne und strukturierte Techniken.

Ziel ist eine schnelle Reduktion suizidaler Impulse.

Arbeitet oft symptomorientiert.


Tiefenpsychologische Therapie:

Betrachtet Suizidalität im Zusammenhang mit der gesamten Lebensgeschichte.

Ermöglicht tiefes Verständnis für innere Konflikte.

Fördert nachhaltige psychische Stabilität.

Bietet eine vertrauensvolle und langfristige Beziehung, in der Jugendliche offen über Gefühle sprechen können.


Für viele Jugendliche ist die tiefenpsychologische Therapie besonders wertvoll, da sie nicht nur Symptome behandelt, sondern die Persönlichkeit stärkt.


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Meine Qualifikationen und Ansatz

In meiner Praxis in München arbeite ich mit tiefenpsychologisch-analytischer Therapie, speziell zugeschnitten auf Jugendliche in akuten Krisen.
Ich habe umfangreiche Ausbildungen, unter anderem in Mehrphasiger Integrativer Traumatherapie (MIT) und EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing), die meine Arbeit ergänzen und vertiefen.

Mein Ziel ist es, eine sichere, tragfähige Beziehung aufzubauen, in der Jugendliche ihre Krisen offen ansprechen können, um nachhaltige Veränderungen zu erreichen.


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Häufige Fragen zur Suizidalität bei Jugendlichen

Wie erkenne ich Suizidalität bei Jugendlichen?
Suizidalität zeigt sich oft in Rückzug, Hoffnungslosigkeit, Verhaltensänderungen oder offenen Hinweisen auf Selbsttötungsgedanken. Im Zweifel ist professionelle Hilfe immer die richtige Wahl.

Wie kann tiefenpsychologische Therapie helfen?
Sie schafft einen sicheren Raum, in dem Ursachen verstanden und bearbeitet werden können. So wird Suizidalität nicht nur kurzfristig gelindert, sondern langfristig stabilisiert.

Was unterscheidet die tiefenpsychologische Therapie von Verhaltenstherapie?
Tiefenpsychologie fokussiert die tieferen Ursachen und psychischen Dynamiken, Verhaltenstherapie setzt stärker auf konkrete Strategien und schnelle Interventionen. Beide Ansätze können hilfreich sein, je nach Situation.

Wie lange dauert eine Therapie bei Suizidalität?
Das ist individuell verschieden. Ziel der tiefenpsychologischen Therapie ist eine nachhaltige Bearbeitung, die sich am Bedarf des Jugendlichen orientiert..

Mein Behandlungsspektrum im Rahmen der Psychotherapie für Jugendliche entnehmen Sie bitte der folgenden Übersicht. Es reicht von akuten Krisensituationen und Angststörungen bis Suizidalität und Zwangsstörungen.

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